Was ich meinen Kindern mitgeben möchte, unabhängig davon, was auf dem Papier steht: Du bist wertvoll. Nicht wegen deiner Leistung, sondern weil du du bist.
Das klingt einfach. Und es ist gleichzeitig einer der schwierigsten Sätze, den wir wirklich fühlen können. Denn viele von uns haben als Kind etwas anderes gelernt.
Warum wir tun, was wir tun, ohne zu wissen warum
Kennst du das? Du bist immer die Person, die es allen recht machen will. Die sofort spürt, wenn die Stimmung im Raum kippt. Die sich unwohl fühlt, wenn irgendwo keine Harmonie herrscht, und dann automatisch beginnt zu vermitteln, sich kleiner zu machen oder die Situation zu glätten. Ohne nachzudenken. Fast wie ferngesteuert.
Oder du merkst, dass eine kleine Kritik dich tiefer trifft als sie sollte. Dass du dich ständig unter Druck setzt, obwohl von außen niemand diesen Druck erzeugt. Dass du nie wirklich gut genug bist, egal wie viel du gibst.
Das sind keine Charakterfehler. Das sind alte Muster.
Woher diese Muster kommen
Muster entstehen in der Kindheit, aus dem, was wir erlebt und gelernt haben. Dabei müssen es nicht immer große Verletzungen sein. Und es müssen auch nicht die Eltern gewesen sein. Manchmal ist es ein beiläufiger Satz einer Lehrerin. Ein Moment des Ausgeschlossenseins in der Schulklasse. Ein Kommentar, der uns in dem Moment kaum bewusst war. Den wir trotzdem tief in uns getragen haben.
Kinder nehmen vieles auf, ohne zu wissen, dass es sie prägt. Manchmal tragen wir diese kleinen, unsichtbaren Botschaften ein ganzes Leben mit uns.
Was damals geholfen hat, sich sicher zu fühlen, dazuzugehören oder geliebt zu werden, prägt unser Denken und Verhalten noch heute. Auch wenn die Situation längst eine andere ist. Auch wenn wir erwachsen sind und eigentlich wissen, dass wir nicht mehr so reagieren müssen.
Das Wissen allein ändert die Muster nicht. Dafür braucht es etwas anderes.
Was in der Schematherapie und inneren-Kind-Arbeit möglich wird
In der Schematherapie schauen wir gemeinsam genau auf diese Muster. Woher kommen sie? Welche Überzeugungen stecken dahinter? Und vor allem: welche Bedürfnisse wurden damals nicht erfüllt, die sich heute noch melden?
Die Arbeit mit dem inneren Kind bedeutet, diesen verletzten oder überforderten Anteilen in uns zu begegnen. Nicht mit Kritik, sondern mit Mitgefühl. Ihnen heute das zu geben, was sie damals gebraucht hätten. Das ist kein sentimentales Konzept, sondern eine wirksame Möglichkeit, tief verwurzelte Muster zu verstehen und Schritt für Schritt loszulassen.
Und ACT ergänzt das auf wunderbare Weise. Denn zwischen dem alten Muster, das sich meldet, und unserer Reaktion darauf liegt ein Moment. Ein kleiner Raum. Und in diesem Raum liegt unsere Freiheit zu wählen, wer wir sein wollen. Nicht wer wir sein mussten.
Sie müssen diese Muster nicht alleine verstehen.
Ein erster Schritt
Wenn Sie sich in diesen Zeilen wiedererkennen, wenn Sie merken, dass Sie immer wieder in dieselben Reaktionen rutschen und nicht wissen warum, dann ist das kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen, dass da etwas ist, dem es sich lohnt, genauer hinzuschauen. Ich begleite Sie dabei.
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